
Verwendungsempfehlungen
Die folgenden Informationen wurden im Lichte der jahrelangen Erfahrungen unseres Unternehmens und akademischer Studien auf dem Gebiet des Schleifens zusammengestellt. Aus beruflicher und akademischer Sicht ist die Modellierung von Schleifvorgängen ein äußerst komplexes Thema. Daher können in diesem Zusammenhang gemachte Verallgemeinerungen nicht immer korrekte Ergebnisse liefern. Wenn Sie trotz der Anwendung der hier genannten Empfehlungen Probleme haben, empfehlen wir Ihnen, sich an Ihren Hersteller zu wenden.
AUSWIRKUNGEN DER SCHNITTPARAMETER AUF DEN SCHLEIFVORGANG
Schleifen ist ein spanendes Fertigungsverfahren, das in 2 Dimensionen arbeitet. Bei diesem Verfahren sind die Schnittparameter der wichtigste Faktor, der Aspekte wie die Oberflächenqualität des Werkstücks, die Bearbeitungszeit und die Scheibenstandzeit beeinflusst. Damit ein effektiver Schleifvorgang durchgeführt werden kann, muss jeder Parameter sorgfältig berücksichtigt werden.
SCHLEIFSCHEIBENDREHZAHL
Schleifscheiben können mit verschiedenen Geschwindigkeiten verwendet werden, solange sie die auf ihnen aufgedruckte maximale Betriebsgeschwindigkeit nicht überschreiten. Während traditionelle Schleifmaschinen häufig als "Eingeschwindigkeit" oder "Doppelgeschwindigkeit" hergestellt werden, kann bei modernen Maschinen die Scheibendrehzahl vom Bediener in verschiedenen Konfigurationen eingestellt werden. Die Einheit ist Umdrehungen pro Minute.

ZUSTELLTIEFE
Der Begriff "Zustelltiefe" (paso), der etymologisch "Schritt" bedeutet, wird in der Zerspanungs- und Schweißtechnik häufig verwendet. Er bezieht sich auf jede Bewegung des Schneidwerkzeugs in Richtung des Werkstücks zum Zweck der Materialentfernung. Er wird in Millimetern ausgedrückt.

TISCHGESCHWINDIGKEIT
Die Tischgeschwindigkeit bezeichnet die Geschwindigkeit der Bewegung des Werkstücks zur Schleifscheibe hin. Die Einheit ist Meter pro Minute. Sie beeinflusst viele Faktoren wie Schnittgeschwindigkeit, Oberflächenrauheit, Kühlungsrate und Scheibenstandzeit.

VORSCHUB
Bezeichnet die Bewegung der Schleifmaschine auf der "Y"-Achse. Mit anderen Worten kann man sagen, dass es der seitliche Vorschub der Schleifscheibe nach jedem Durchgang ist. Während andere Schleifparameter durch Faktoren wie die mechanischen Eigenschaften des geschliffenen Materials, die geometrische Struktur des Werkstücks, die gewünschte Oberflächenrauheit und die Bearbeitungszeit bestimmt werden; sollte der Vorschub basierend auf anderen Schleifparametern bestimmt werden. Er sollte umgekehrt proportional zur Tischgeschwindigkeit und Zustelltiefe sein.
AUSWIRKUNGEN DES KÜHLMITTELS AUF DEN SCHLEIFVORGANG
Die Kraftaufbringung der Schleifscheibe über eine sehr große Kontaktfläche auf die Werkstückoberfläche verursacht hohe Temperaturen. Während des Betriebs können die Spanabnahme-Temperaturen von 800°C auf 1500°C ansteigen. Das Auftreten von Schleifvorgängen bei solch hohen Temperaturen schafft ernsthafte Risiken sowohl im Hinblick auf die Erhaltung der metallurgischen Eigenschaften des Werkstücks als auch im Hinblick auf die Standzeit der Schleifscheibe. Daher sind Verwendung und Auswahl des Kühlmittels äußerst wichtig. Die Auswahl des Kühlmittels ist ein komplexes Thema, das Materialtyp, Werkstückgeometrie und Schleifparameter einschließt.
Kühlmittelempfehlungen
- Die Verwendung von schweren Ölen, die die Scheibenporosität verstopfen würden, sollte vermieden werden.
- Brennbare und entzündliche Chemikalien dürfen niemals verwendet werden.
- Eine externe Kühleinheit sollte verwendet werden.
- Das Kühlmittel muss sehr gut gefiltert werden.
- Das Kühlmittel sollte in Drehrichtung der Scheibe und parallel zum Werkstück aufgebracht werden.
AUSWIRKUNGEN DES ABRICHTENS AUF DEN SCHLEIFVORGANG
Bei spanenden Anwendungen mit regelmäßigen Schneidwerkzeugen wie Drehen und Fräsen ist es relativ einfach zu beobachten, wann die Schneidwerkzeuge stumpf werden. Außerdem ist es in diesen Anwendungen sehr einfach, das für den Werkstofftyp und den Anwendungstyp geeignete Werkzeug für verschiedene Werkstücke zu wechseln. Das Bestimmen, wann Schleifscheiben, die aus Millionen von Schleifkörnern bestehen, stumpf geworden sind, ist äußerst schwierig. Außerdem ist der Austausch einer Schleifscheibe im Vergleich zu anderen Zerspanungsverfahren eine äußerst mühsame Arbeit.
Unter Berücksichtigung all dieser Faktoren ist es für Betriebe, die kontinuierlich Materialien mit unterschiedlichen mechanischen Eigenschaften bearbeiten, äußerst schwierig, für jedes Material eine andere Scheibe zu verwenden. Daher ist es durchaus natürlich, für jeden Vorgang ein anderes Schneidwerkzeugverhalten zu beobachten. Die Nachteile, die sich aus dieser Situation ergeben, können durch Optimierung der Schleifparameter zusammen mit dem richtigen Abrichten der Scheibe zum richtigen Zeitpunkt behoben werden.
Abrichtempfehlungen
- Häufiges Abrichten der Scheibe verkürzt ihre Standzeit. Daher sollte unnötiges Abrichten vermieden werden.
- Vor Beginn des Schleifvorgangs sollte die Scheibenoberfläche visuell inspiziert werden; wenn Rückstände auf der Oberfläche haften oder die Scheibenporosität verstopft ist, sollte abgerichtet werden.
- Wenn während des reibungslosen Ablaufs des Schleifvorgangs ein Wärmeschaden auf der Werkstückoberfläche auftritt, kann dies ein Zeichen dafür sein, dass die Scheibe stumpf wird. In diesem Fall sollte abgerichtet und der Vorgang auf diese Weise fortgesetzt werden.
